Um Erfolge im Social Media Marketing zu messen, nutzt man am besten Key Performance Indikatoren (KPIs), die im Voraus definiert wurden. Hier erklären wir, was ein KPI ist und warum diese Leistungskennzahlen so wichtig für die Analyse und Optimierung des Marketings sind.

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Was ist ein KPI?
Die Abkürzung KPI steht für Key Performance Indicator. Im Deutschen spricht man von einem Leistungsindikator oder einer Leistungskennzahl. Diese dienen zur Einschätzung und Messung des Erfolgs betriebswirtschaftlicher Aktivitäten.
Jede Maßnahme, die in einem Unternehmen durchgeführt wird, sollte sich an einer bestimmten Zielsetzung orientieren. Entsprechend dieser Zieldefinition wird eine Leistungskennzahl festgelegt.
Diese Zahlen können u.a. als Key Performance Indicator dienen:
- ▸Täglich produzierte Stückzahl eines Werkstückes
- ▸Erreichter Umsatz im Rahmen eines Sonder-Ausverkaufs
- ▸Eingelöste Coupons nach einer Werbekampagne
- ▸Download eines E-Books auf einer Landingpage
- ▸Besuche auf der Webseite im Laufe einer Facebook Ads-Kampagne
Fact
Key Performance Indikatoren helfen dabei, die Effizienz einer unternehmerischen Maßnahme zu ermitteln. Die Messung einer Leistungskennzahl (KPI), die im Voraus als Ziel einer Aktion definiert wurde, gibt Auskunft über deren Erfolg.
Was ist der Unterschied zwischen KPI & Kennzahl?
Die beiden Begriffe werden oft synonymhaft verwendet. Unter einer Kennzahl versteht man einen messbaren Wert, wie den Umsatz, Likes oder Shares. Doch allein anhand dieser Metriken lässt sich nicht ermitteln, wie erfolgreich eine Kampagne war.
Für die tatsächliche Erfolgsmessung muss bereits bei der Planung ein Key Performance Indicator bestimmt werden – mit eindeutiger, messbarer Zieldefinition:
- ▸Steigerung der Kundenanfragen über die Landingpage um 20 % bis zum Ende des 2. Quartals
- ▸Erreichung von 100 E-Book-Downloads während eines Aktionszeitraums von vier Wochen
- ▸Verdoppelung der Reichweite auf Facebook in einem Zeitraum von sechs Monaten
Tipp
Wenn der Zeitraum einer Zieldefinition abgelaufen ist, bedeutet das nicht, dass sofort auf einen anderen KPI hingearbeitet werden kann. Das Zauberwort lautet: Evaluation! Was ist gut gelaufen? Was sollte beim nächsten Mal besser gemacht werden?

Warum braucht man KPIs?
Kennzahlen machen nicht nur Leistung messbar, sie haben auch eine Steuerungs- und Kontrollfunktion. Schon während des Ausspielungszeitraums einer Social Media-Kampagne kann der aktuelle Stand der Statistiken geprüft werden.
Im Rahmen der Evaluation werden einzelne Schritte nachbesprochen und die To Dos für die folgenden Maßnahmen notiert. Insofern kann man KPIs auch eine Informationsfunktion zusprechen.

Was kann man mit Social Media Marketing erreichen?
Auch Unternehmen können ihre Vorteile aus Social Media-Plattformen ziehen. Nutzer geben dort freiwillig Informationen über sich preis, die sich im Rahmen einer gezielten Werbekampagne strategisch nutzen lassen.
Fact
Je genauer die Zielgruppe einer Social Media Marketing-Kampagne definiert wurde, desto höher ist deren wirtschaftliche Effizienz und desto geringer ist der Streuverlust.
Social Media Marketing ermöglicht:

Welche KPIs für das Social Media Marketing?
Es gibt unzählige verschiedene Key Performance Indikatoren. Jedes Unternehmen muss selbst die individuellen Leistungskennzahlen für die jeweilige Kampagne definieren. Hier sind die wichtigsten KPI-Kategorien:
Wachstumsrate der Follower
Ein einfach zu ermittelnder KPI. Um ihn zu steigern, sollte man die Zielgruppe und ihre Interessen genau kennen.
Reichweite
Die Zahl der Nutzer, die einen Post gesehen haben. Das Verhältnis zu Impressionen verrät, wie oft Content gesehen wurde.
Interaktionsrate
Prozentsatz der Follower, die mit dem Content interagieren (Likes, Kommentare, Shares). Zeigt echte Resonanz.
Viralitätsrate
Anteil der Nutzer, die Inhalte teilen im Verhältnis zur Gesamtreichweite. Wichtig für organisches Wachstum.
Click-Through-Rate (CTR)
Anteil der Nutzer, die auf einen Link geklickt haben. Zeigt, wie effektiv der CTA in einem Beitrag ist.
Conversion Rate
Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausgeführt haben – z.B. eine Anfrage gesendet.
Tipp
Beim Social Media Marketing gilt: Qualität vor Quantität. Eine höhere Engagement-Rate bei weniger Followern ist wertvoller als viele passive Follower mit kaum Interaktion.
Social Media-Markenbekanntheit messen
Je bekannter eine Marke oder ein Unternehmen ist, desto eher werden es potentielle Kunden in Betracht ziehen. Ein wichtiger Faktor ist dabei ein positives Image nach außen.
Zur Messung der Markenbekanntheit eignen sich besonders:
Wachstumsrate der Follower
Begrenzt aussagekräftig, aber ein einfacher erster Indikator für steigende Bekanntheit.
Reichweite
Jedes Social Media-Reporting enthält Reichweitenkennzahlen. Potentielle Reichweite berücksichtigt auch Shares durch Follower.
Impressionen
Zeigt, wie oft ein Beitrag insgesamt angezeigt wurde – auch mehrfach demselben Nutzer.
Tipp
Das Verhältnis zwischen Reichweite und Impressionen verrät mehr darüber, wie viele User durch ein Posting erreicht wurden und wie viele es öfter als einmal gesehen haben. Das ist besonders für die effiziente Nutzung von Werbeanzeigen (Ads) wesentlich.
Fazit
Ohne klare KPIs ist Social Media Marketing ein Schuss ins Blaue. Definiere deine Ziele vor dem Start jeder Kampagne, wähle die passenden Leistungskennzahlen und evaluiere regelmäßig deine Ergebnisse. So kannst du dein Budget gezielt einsetzen und kontinuierlich besser werden.


